Einleitung

Klimaschutz-Bündnisse sind gut und notwendig. Es geht um die Reduzierung von CO2-Emissionen. Und hier vor allem um die direkten Scope 1 Emissionen. Das sind die Emissionen, die Unternehmen selbst durch Verbrennung von Treibstoffen (Benzin, Diesel, Heizöl) oder Gasen in die Atmosphäre abgeben. Diese CO2-Emissionen bewirken dort ihren Anteil am menschen-gemachten Klimawandel und daraus resultieren dann immer extremere Wetterphänomene. Viele Unternehmen können ihre Scope 1 Emissionen aufgrund externer Gegebenheiten allerdings oft nur um einstellige Prozentwerte reduzieren. Das ist zwar auch gut für das Klima, der Großteil der Emissionen wird aber leider trotzdem weiter in die Atmosphäre abgegeben. Durch die Unterstützung internationaler Gold Standard Klimaschutz-Projekte können diese unvermeidbaren Emissionen aber zumindest an anderer Stelle auf diesem Planeten eingespart werden.

BE GREENBLAU.

Das ist Klimaschutz bis zum Ende gedacht.


1) Benötigte Initiatoren

Die Initiatoren haben ein oder mehrere gemeinsame Ziele vor Augen. Im Idealfall werden diese schriftlich fixiert.

 

a) Best-Practice Unternehmen

BPU haben die Anforderungen an neue Teilnehmer bereits umgesetzt.

 

b) Interessensvertretung

Diverse Möglichkeiten, z.B. Energieversorger, Landkreise, Öffentliche Einrichtungen, Universitäten, Verbände etc.

 

c) Kompensationsanbieter

Erstellt die Richtlinien und berechnet die unvermeidbaren CO2-Emissionen. Er kompensiert die restlichen CO2-Emissionen durch den Ankauf und die Stilllegung von CO2-Zertifikaten aus (Gold Standard) Klimaschutzprojekten. Schnürt in größeren Bündnissen nach Absprache mit allen Initiatoren ein "Klimaschutz-Projektpaket" mit definierten Anteilen einzelner Projekte.

 

2) Optionale Initiatoren

Optional bedeutet, dass diese Leistungen (teilweise) benötigt werden, aber nicht zwingend im Rahmen einer Initiatoren-Funktion. Initiatoren-Funktionen gehen meist mit Exklusivrechten einher. Sie sorgen oft aber auch für überdurchschnittliches Engagement.

 

d) Energiemakler

Energiemakler können für Kosteneinsparungen durch bundesweite Ausschreibungen sorgen. Ist ein Energiemakler im Team, sollte kein Energieversorger dabei sein. Lohnt erst bei vielen potentiellen Mitgliedern mit hohem Energieverbrauch.

 

e) Energieversorger

Energieversorger (aus der Region) bieten ein oder mehrere zertifizierte Energieprodukte zu vergünstigten Konditionen an. Teilweise können sie auch selbst zertifizierte Energieberater stellen.

 

f) zertifizierter Energieberater

Zertifizierte Energieberater beraten Unternehmen dahingehend, wie Energie und damit Kosten und CO2 eingespart werden können. Sie vermitteln Folgeaufträge zu ihrem Arbeitgeber oder ihren Partnern aus der Branche weiter.

 

G) Personen aus Politik oder Wissenschaft

Einzelpersonen aus Politik oder Wissenschaft unterstützen Klimaschutz-Bündnisse gerne. Bündnisse profitieren von diesen Personen, da das Engagement der Bündnisse in Publikationen, Kampagnen oder Vorträgen eingebaut wird.

 

H) WEITERE ANBIETER

Teilweise werden auch weitere Anbieter in das Bündnis integriert, so z.B. Werbeagenturen oder Werbemittelproduzenten.

 

3) Wer sind die Verantwortlichen?

Die Ansprechpartner bei den jeweiligen Initiatoren sind klar benannt. Die Aufgaben sind klar verteilt und bestenfalls per Vertrag festgehalten. Die Initiatoren erhalten meist exklusive Auftragsrechte für die von ihnen bereitgestellten Leistungen.

 

4) Wer verwaltet das Bündnis?

Die Verwaltung wird meist von einem der Initiatoren aus 1a oder 1b übernommen. Dieser Initiator tritt meist auch für das Bündnis bzgl. der Anfangskosten in Vorleistung. Er ist später für die Vermarktung oder das Outsourcing an die anderen Initiatoren oder Drittanbieter verantwortlich. Bei großen Bündnissen wird das Bündnis meist als eigene Kostenstelle mit entsprechender personeller Besetzung in einen Verband oder ein Unternehmen eingegliedert. Optional übernimmt die Verwaltung auch später die komplette Fakturierung.

 

5) Wie (re)finanziert sich die Verwaltung?

1. Abschlagszahlungen der anderen Initiatoren = Provision bzw. Werbekostenerstattung. Für jeden vermittelten Auftrag an einen der Initiatoren oder an einen Drittanbieter wird ein prozentueller oder fixer Abschlag vereinbart.

2. Fakturiert nur der Verwalter an neue Mitglieder, finanziert er sich durch die Differenz aus Einkauf der Leistungen bei den anderen Initiatoren oder Drittanbietern und dem Weiterverkauf der Leistungen an neue Mitglieder.

3. Jährliche Mitgliedsgebühren und einmalige Aufnahmegebühren werden erhoben und gehen meist komplett an den Verwalter.

 

6) Hauptaufgaben der Verwaltung

Die einzelnen Aufgaben können wiederum an einzelne Initiatoren oder Drittanbieter delegiert werden.

  • Akquisition neuer Mitglieder
  • Austausch der Mitglieder fördern
  • Erstellen von Richtlinien
  • Koordination der Initiatoren
  • Koordination weiterer Dienstleister
  • Mehrwert für die Mitglieder schaffen
  • Organisation von Events / Treffen
  • Vermarktung des Bündnisses
  • Optional: Fakturierung

 

7) Anforderungen an neue Mitglieder:

Die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für alle Mitglieder sind in jedem Klimaschutz-Bündnis gleich:

 

a) Messen

Neue Mitglieder berechnen (gemäß den Systemgrenzen in den Richtlinien) mit dem Kompensationsanbieter mindestens ihre Emissionen in den Bereichen Scope 1 und 2. Die Berechnung von Scope 3 Emissionen ist freiwillig. Mehr Information dazu gibt es hier. Nach der Berechnung sollten die Unternehmen dann z.B. die Reduzierung der TOP3 Emissionsbereiche nachhaltig angehen.

 

b) Reduzieren

Ein Großteil der Emissionen kann durch den Wechsel in ein geeignetes Stromprodukt eliminiert werden. Weitere Emissionen lassen sich durch (Gebäude-)Energieberatung und dem turnusmäßigen Wechsel von technischem Equipment einsparen. Ein Wechsel des Fuhrparkes hin zu verbrauchsärmeren Fahrzeugen oder Elektromobilität ist eine weitere Maßnahme. Verminderung von Geschäftsreisen und Förderung des öffentlichen Nahverkehrs sind anzuraten. Auswahl von Dienstleistern, die ihrerseits Klimaneutralität inkludieren, z.B. klimaneutrale Logistik oder klimaneutrales Hosting wird dringend angeraten und hilft, das Thema zu unterstützen. Aldi Süd verpflichtet beispielsweise viele der direkten Zulieferer zu CO2-Bilanzierungen und CO2-Kompensationen.

 

c) Kompensieren

Spätestens 24 Monate nach der ersten Berechnung sollen die unvermeidbaren Emissionen durch CO2-Kompensation auf "Null" gesetzt werden. Es gibt zwei Auszeichnungen. Eine für Unternehmen, die noch kompensieren werden und eine für Unternehmen, die bereits kompensiert haben.  Bestenfalls wird die Verpflichtung zur Kompensation in den Richtlinien aufgeführt.

Eine optionale Zertifizierung der Kompensation kommt für große Unternehmen in Betracht. Das Problem von Zertifizierungen: Sie kosten viel und zertifizieren nur, dass Standards eingehalten wurden. Wichtig ist eher die Auswahl der Klimaschutz-Projekte. Der Gold-Standard ist von Haus aus doppelt zertifiziert. Eine Zertifizierung darüber, dass der Gold Standard berücksichtigt wurde, ist damit unnötig.

 

d) Kommunizieren

Das Unternehmen kommuniziert mit den Marketing-Materialien des Klimaschutz-Bündnisses sein Engagement an seine Kunden. Die Verwaltung übernimmt die ganzheitliche Präsentation des Bündnisses. (Es sollten vor allem auch neue Formen des Marketings gewählt werden. Zum Beispiel über Social-Media und Influencer. Diese erreichen mehr Menschen als Pressemitteilungen.) GreenBlau kann an dieser Stelle beratend und vermittelnd tätig werden.

 

8) Abschlussgedanke

In Klimaschutz-Bündnissen treffen Menschen und Unternehmen aufeinander, die Klimaschutz freiwillig umsetzen. Die Richtlinien des Bündnisses sollten darum die Flexibilität in alle Richtungen aufweisen. Nicht jeder kleine Betrieb braucht z.B. gleich eine teure Zertifizierung seiner Aktivitäten, wobei dies für große Unternehmen eine Option sein könnte.


Wir berechnen CO2-Bilanzen kostenlos: